Runde VII in der Rosenau

swag

Ich bespreche die Runden in der Reihenfolge ihrer Vollzähligkeit.

Meral Ziegler |  Poetry Slam Freiburg

Meral Ziegler ist die Perle aus dem Norden, die jetzt Konstanz fast lebenswert erscheinen lässt. Für Sie spränge ich in den Bodensee. Ihre Texte feinstes SpokenWord, fern jeglicher Gefühlsduselei, ihr Anti-Whackness-Faktor sprengt alle Skalen, und wäre die Welt gerecht, stünde sie schon im finalen Stechen ganz weit oben, und wie ihr schon merkt, in meinem Herzen ist sie da schon lange angekommen.

Yannick Steinkellner |  Landesmeisterschaft Steiermark-Kärnten

Mit Yannik verliert Graz schon richtig viel, und warum er nach Herne will, weiß nur Jason Bartsch. Herne? Mal ein wenig Stahlgrau tanken, um den Horizont zu erweitern? Er kann Fussball und Poetry Slam, kein Wunder, er ist mein meist und heißest geliebtes Workshopkind, er ist supersüß, aber Herne? Ich lag selten glücklicher betrunken irgendwo bordsteinnah als in Graz, aber gut, dann eben Herne, man muss die Kinder ziehen lassen, auch nach Herne. Bartsch, übernehmen sie!

Bob Reinert | Poetry Slam Luxembourg

Ich mag Luxembourg, aber weil man dort so selten vorbeikommt, kenne ich Bob Reinert nicht, und in diesem Esslinger Café, in dem sitze, verspüre ich erstaunlich wenig Lust, Videos zu suchen. Lassen wir uns einfach überraschen

t.b.a. | U20SLAM2016 Finale (4. Platz)

U20. Wir kennen meine Meinung dazu, und ich werde sie sicherlich bald wieder fallen lassen, niveaubedingt natürlich kein sehr tiefer Fall, aber wer 4.ter beim U20-National wird, hat eine gute Chance, ein Mensch zu werden.

Jey Jey Glünderling | Wilde Worte Wiesbaden

Der Kunsthistoriker Jey-Jey ist mit seinen Brüllaffenimitationen längst und sehr schnell zur hessischen Legende mutiert. Es ist ihm vollkommen unmöglich, Menschen in Ruhe zu lassen. Wer von ihm belästigt wird, sollte ganz schnell fragen, was gerade so im Städel hängt, dann lernt man wenigstens noch was. Ist halt nicht leicht, als Kunsthistoriker männlich rüberzukommen, wenn man bei Monet erregt gluckst. Er hat die Energie eines tasmanischen Teufels und Langeweile kennt er nicht, dafür schmecken ihm Popel viel zu gut. Wir lieben uns so sehr, daß bei unserem Rap-Battle (ja, dazu hat er mich gebracht!) tatsächlich die Polizei kam. Außerdem hat er den hessischen Wortschatz mit folgendem, siehe unten, bereichert. Wer ihn nicht mag, ist doof, und wer das nicht glaubt, darf sich gerne mit mir unterhalten, ich bin sein Advokat, der für ihn bellt und beißt.

den Jey-Jey machen: Freunde in die Jury schmuggeln oder: sich über Behinderte lustig machen.

Piet Weber | Insel-Slam Berlin

Piet wäre gerne klug, und weil ich so klug bin und so einen schönen behaarten und wohlgeformten Tortenbauch habe, liegt er vor Neid zerfressen in seinem Kreuzberger Zimmer und nagt die Tapete ab. So stelle ich es mir zumindest vor. Aber Piet, vergiss nicht, an seinem Bauch kann man arbeiten, einfach Torte statt Tapete, swag don´t come cheap, wie unser Schachweltmeister so treffend sagte.

Marvin Ruppert | Poetry Slam Göttingen

Mit Marvin habe ich eine Lesebühne, aber ich habe ihm noch nicht verziehen, daß er Marburg durch Köln ersetzt hat, wo er jetzt irgendwas mit Fotos macht. Der mehrfache hessische Meister lauert immer gefährlich mit seinen witzigen Kurzgeschichten hinterm Bühnenvorhang und hat hier, trotz seiner Tendenz beim National zu versagen, ziemlich gute Chancen weiterzukommen. Und, lieber Marvin, diese Besprechung wäre besser ausgefallen, wenn Du nicht immer nur schöne Fotos von schönen Mädchen schießen würdest, sondern auch mal eines von mir.

Dominik Muheim | Dichterschlacht Biel

Der Mann ist Schweizer Meister im Team! Ich bin mir sicher, ich habe ihn schon mal getroffen, aber leider errinnert sich mein Gedächtnis nur noch daran, daß ich alt werde, aber wir dürfen gespannt sein.

Markus Becherer | Verbum Varium Treverorum Tier

ist laut Selbstbeschreibung auf Facebook ein visueller und auditiver Augenschmaus. Das ist wahrscheinlich Selbstironie, denn mit Weste und Fliege sieht er aus wie ein Muggelzauberer und die sind definitiv supercreepy. Im Team tritt er mit den Fabelstaplern an. Ich habe mir Video angeguckt, da macht er Witze über Stereotypen mit Hilfe von Stereotypen, also voll gut, weil er gegen Stereotypen ist, aber nicht so verbissen ernst, sondern schon noch witzig. Wir werden Zusammenwachsen wie die Augenbrauen von Müttern im Mittleren Osten oder so ähnlich. Witzig. Alles lacht.

Eric Jansen | ReimBerg Bergisch Gladbach

Ich finde kein Video, aber er sieht sehr gut aus, bescheiden und schön, seine Freude über den Startplatz scheint ehrlich und groß, und ich hoffe ein wenig darauf, daß seine Texte ähnlich sind. ja, ich sage, ich mag Eric Jansen, er scheint klug zu sein, ohne es einmal erwähnen zu müssen, Eric Jansen, bitte enttäusche mich nicht, sprich mich nicht an und gewinne einfach diese Runde.

Mein Tipp für den tapferen Ritter:  Steinkellner Ruppert Ziegler

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.